Pralinen Reloaded
Ideen, wie übrig gebliebene oder ungeliebte Pralinen sinnvoll weiterverwendet werden können – ohne klassisches Rezept, sondern als Prinzip.
Warum Pralinen liegen bleiben
Nicht jede Praline ist Liebe auf den ersten Blick. Manche Pralinen sind kaum ausgepackt schon weg.
Und dann gibt es diese anderen. Die liegen da. Tagelang. Wochenlang.
Man greift immer wieder hin und legt sie genauso schnell wieder zurück.
Manche sind zu süß, zu schwer, zu alkoholisch – oder einfach „nicht jetzt“.
Das ist ganz normaler Alltag
Wenn dich das interessiert, Im Blog erzähle ich, warum das so ist.
Pralinen Reloaded ist kein Rezept. Es ist ein Kochlet.
Beim Kochlet geht es nie um „ein konkretes Rezept“, sondern um – „Was ist da – und wie verhält es sich?“
Bei Pralinen heißt das ganz schlicht:
schmelzen sie?
sind sie gefüllt?
sind sie eher flüssig, fest, alkoholisch, nussig?
Und genau daraus entsteht die nächste Idee. Nicht aus einem Rezept.
Pralinen Reloaded beginnen mit dem, was da ist
Für Pralinen Reloaded ist nicht entscheidend, wie sie heißen – sondern wie sie sich verhalten.
- Gut schmelzend z.B. Vollschoko, Ganache, Trüffel, weiche Cremes
- Aromastark z.B. Likörpralinen, Alkoholfüllungen, intensive Nougats
- Mit Biss z.B. Krokant, Nüsse, Waffel, Schichtpralinen
Was aus Pralinen werden kann
Aus gut schmelzenden Pralinen wird:
- eine Schokoladenbasis zum Backen z.B. Brownies oder Lavacake, Pancakes
- eine warme Schokoladensoße
- eine heiße Trinkschokolade
Aus aromastarken Pralinen wird:
- ein Aromakick z.B. in Muffins, Pancakes, Lavacake
- eine aromatische Note in Getränken oder Desserts
- ein kleiner Kick, der sonst fehlen würde
Aus Pralinen mit Biss wird:
- ein Topping
- ein Knusperelement z.B. in Cookies, Pancakes, Strudel
- eine Textur, die etwas Weiches ergänzt
Falls es mal anders läuft
Reloaded heißt nicht, dass alles auf Anhieb perfekt wird.
Sondern dass nichts gleich verloren ist.
Wenn es zu süß wird:
- mit etwas Bitterem oder einer neutralen Masse kombinieren
(z. B. Kakao, dunkle Schokolade, flüssiger Kaffee, Teig, Sahne, Yoghurt)
Wenn das Aroma zu stark ist: (Alkohol, Gewürz)
- lieber strecken und auf mehrere Portionen Verteilen (z. B. mehr Teig, mehr Flüssigkeit, mehr neutrale Masse)
Wenn sich Fett absetzt:
- Die Masse sanft erwärmen, ruhig rühren – oft findet sich die Masse wieder,
oder die Masse in Teig, Cremes oder Füllungen verarbeiten.
Wenn zu viele Sorten gemischt sind:
- Masse trennen und getrennt weiterverarbeiten
Manches braucht einfach einen zweiten Anlauf.
Für den Fall, dass du ein klassisches Rezept brauchst
Wenn du lieber mit festen Mengen arbeitest, kann dir ein klassisches Beispielrezept als Orientierung helfen.
Diese Rezepte sind nicht von Zero Waste Woman – sie sind als Orientierung gedacht.
Lava Cake-Rezept (externer Link)
- Pralinen-Reloaded-Tipp: super geeignet, um kleine Pralinenteile in den Teig zu geben, die dann im Inneren schmelzen oder sich mit dem flüssigen Kern verbinden
- Pralinen-Reloaded-Tipp: Stücke von Ganache- oder Nougatpralinen direkt in den Pfannkuchenteig geben – zerlaufen beim Braten.
- Pralinen-Reloaded-Tipp: Statt „normaler“ Schokolade einfach fein gehackte Restpralinen langsam in der heißen Milch schmelzen – ergibt extra reichhaltige Trinkschokolade.
Brownies (externer Link)
- Pralinen-Reloaded-Tipp: klein gehackte Pralinen direkt in den Brownie-Teig geben, sie schmelzen beim Backen mit ein
- Pralinenstücke kurz vor Ende der Backzeit obenauf verteilen, ergibt zart schmelzende Spitzen in der Oberfläche
Viel Spaß beim Kochen und bis zum nächsten Mal – hier oder auf Social Media
Deine ZWW